Neue Drehleiter für Karlstadter Feuerwehr

Karlstadts neuestes Feuerwehrfahrzeug wurde ausgeliefert und ersetzt damit die Drehleiter aus dem Jahr 1992. An diesem Samstag hatten die Kameraden die Möglichkeit das von Magirus in Ulm aufgebaute Fahrzeug, eine DLA(K) 23/12, erstmalig in Augenschein zu nehmen.

Im Frühjahr 2019 startete der Beschaffungsprozess mit der Erarbeitung eines Leistungsverzeichnisses. Bald darauf begann die Ausschreibung und im Oktober 2019 wurde die Entscheidung über die Beschaffung im Stadtrat getroffen.

Das Iveco Fahrgestell mit 235 kW Leistung und der Magirus Fahrzeugaufbau lassen eine maximale Rettungshöhe von 30 m, sowie eine Nennrettungshöhe von 23 m bei einem Abstand zum Objekt (Nennausladung) von 12 m zu.

Besonderheit dieses Fahrzeuges ist das offensichtliche Gelenkteil im Leiterpark. Dies dient einer besseren und flexibleren Anleiterbarkeit von Objekten. Ein weiteres Merkmal der Drehleiter ist die Hinterachszusatzlenkung. Diese zusätzliche Lenkung verbessert die Wendigkeit und verschafft dem Fahrzeug zusätzliche Vorteile in den engen Gassen der historischen Altstadt und den Altorten in den Stadtteilen. Die Beladung der Magirus Leiter ist ebenfalls auf dem aktuellen Stand. Ein Kamerasystem im Drehleiterkorb ermöglicht den sicheren Betrieb der Drehleiter sowie die Erkundung von Einsatzstellen mit Video- und Wärmebild. Daneben ist der Korb mit einer Schwerlastaufnahme (bis 270 kg) für die Personenrettung, einem aufsteckbaren Wasserwerfer und einer „Safety Peak“ zur Sicherung von Personen bei Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich ausgestattet.

Die Drehleiter wird nach einer intensiven Ausbildung von Maschinisten und Mannschaft zum 11.09.2021 in den Dienst der Feuerwehr Karlstadt gestellt.

Gerätekunde HLF20 online

Die Feuerwehr Karlstadt hat begonnen, ihre Ausbildung online verfügbar zu machen. Wir beginnen zunächst mit der Gerätekunde für unser neues HLF20. Mit einfachen Bildübersichten und intuitiven Drag & Drop Abfragetechniken bieten wir unseren Kameraden eine abwechslungsreiche Lerntechnik für zu Hause an.
Damit gewährleistet die Wehr weiterhin eine hoch qualifizierte Mannschaft, die im Einsatzfall mit ihrem Gerät sicher umgehen kann.

Beispiel Gerätekunde HLF20 online

Link zur ersten Übung

Information für Atemschutzgeräteräger

 


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Atemschutznotfalltasche + Respihood

In der Atemschutznotfalltasche (LF 20 KatS) befinden sich ab sofort 2x Respihood (Fluchthauben mit Atemluftanschluss). Die Einsatzkraft schließt die Rettungshaube an die Atemluftflasche im Rucksack an und setzt sie der zu rettenden Person auf. Anschließend wird die Nackenkordel leicht angezogen. Bei einem Mitteldruck von 7 bar strömen etwa 50 l/min in die Haube. Sollte die zu rettende Person eine Atemschutzmaske tragen, wird diese direkt mit der Atemluftflasche verbunden.

 

Schwerlastrettungstuch

Bei  einem nicht mehr gehfähigen PA-Träger kann dieser mit dem Schwerlastrettungstuch (LF 20 KatS) transportiert werden. Gerade bei engen Platzverhältnissen ein großer Vorteil. Die Größe des Tuches, ca. 220×130 cm, ermöglicht einen sicheren Transport des PA-Trägers.