Atemschutz Konzept 2022 für den Landkreis Main-Spessart

Für die seit längerem geschlossene Atemschutzstrecke des Landkreises besteht nun ein Atemschutz-Konzept 2022 als Übergangslösung.

Bis zum Bau eines neuen Atemschutzzentrums in Main-Spessart, wird in der AC Unterkunft in Marktheidenfeld ein Atemschutz Center mit Atemschutzübungsanlage, sowie die dazugehörigen Belastungsübungsgeräten eingerichtet. Es werden Lehrgänge, sowie Aus-/ und Fortbildungsangebote rund um das Thema Atemschutz angeboten. Vorgesehen ist auch zeitweise der Betrieb eines holzbefeuerten Brandübungscontainers. Eine angegliederte Atemschutzwerkstatt ist nicht vorhanden. Diese werden dezentral von einigen Feuerwehren im Landkreis vorgehalten.

Die kreiseigene Atemschutzwerkstatt Main-Spessart, im Feuerwehrgerätehaus in Karlstadt, ist davon nicht betroffen und steht wie gewohnt zur Verfügung.

Kreisbrandmeister Joachim Mantel vom Fachbereich ABC/ Atemschutz, informierte hierzu die Kommandanten des Landkreises bei einer Online-Veranstaltung.

Personal dringend gesucht!

Um das Atemschutz Center zu betreiben ruft die Kreisbrandinspektion dazu auf, dass tatkräftige Unterstützung aus den Reihen der Feuerwehren in Main Spessart gesucht wird. Interessierte können sich bei Joachim Mantel joachim.mantel@kfv-msp.net melden und gegen eine Aufwandsentschädigung als Aufsicht und Hilfspersonal im Atemschutz Center bei den Durchgängen unterstützen.

Maschinistenlehrgang 2021

An vier Samstagen im Oktober (09.10.-30.10.2021) fand nach coronabedingter Unterbrechung wieder ein Maschinstenlehrgang mit 18 Teilnehmern auf Kreisebende in Karlstadt statt.

Nach der langen Unterbrechung waren die Teilnehmer mit großer Motivation dabei und absolvierten den Lehrgang mit Erfolg. Von der Feuerwehr Karlstadt nahmen die Kameraden Michael Amthor, Philipp Heßler und Dominik Nuß mit sehr gutem Ergebnis teil.

Die Ausbildungsthemen des Lehrgangs waren sehr breit gefächert. Neben allgemeinen Themen wie den Aufgaben des Maschinisten in Theorie und Praxis, Fahrzeug- und Motorenkunde, Straßenverkehrsrecht sowie Dienstvorschriften und der technische Prüfdienst wurden vor allem auch spezielle Themen geübt. So wurde der Umgang mit der Feuerlöschkreiselpumpe, mit Entlüftungseinrichtungen, die Wasserentnahme am offenen Gewässer, die Montage von Schneeketten und die Wasserförderung über lange Schlauchstrecke geschult. Auch technische Themen wie der Tank- Hydrantenbetrieb, die Störungssuche und Details zu kraftbetriebene Geräte wie z.B. Stromerzeuger, Tauchpumpen und Lüfter durften nicht fehlen.

An der Durchführung der Ausbildung waren viele beteiligt. Ein besonderer Dank gilt allen Ausbildern des Kreisfeuerwehrverbandes. Ein weiterer Dank gilt Hans Ried, der für das leibliche Wohl in den Pausen gesorgt hat.

Der Lehrgangsleiter Joachim Trimbach bedankt sich bei allen Teilnehmern, Ausbildern und Helfern für Ihren Einsatz.

Wissenstest der Jugendfeuerwehr

Am Mittwoch, den 27.10.2021 legten 10 Jugendfeuerwehranwärter den diesjährigen Wissenstest am Feuerwehrgerätehaus in Karlstadt ab. Das Thema in diesem Jahr: „Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz“.

10 Jugendfeuerwehranwärter legten erfolgreich den Wissenstest 2021 ab (von links): Hasan Mamo, Frederik Houssong, Dennis Hasenstab, David Filser, Phillip Lutz, Maximilian Schraut, Jonas Spanier, Marcel Brust, Lukas Volkenstein, Benjamin Diel, Jugendwart Florian Langen (im Diensthemd) | Foto: Feuerwehr Karlstadt

In den letzten sechs Wochen bereiteten sich die Jugendlichen auf das anstehende Thema zum Wissenstest vor. Im Test wurden beispielsweise Fragen zum Wahlrecht eines Feuerwehrdienstleistenden, zum allgemeinen Jugendschutz aber auch zu taktischen Einheiten der Feuerwehr gestellt. Die intensive Vorbereitung zahlt sich aus!
Die Kameraden Jonas Spanier, Hasan Mamo und David Filser legten die Stufe 1, Frederik Houssong, Dennis Hasenstab, Benjamin Diel und Maximilian Schraut die Stufe 3 sowie Phillip Lutz, Lukas Volkenstein und Marcel Brust die Stufe 4 ab.

Mit Stolz blickt der Jugendwart Florian Langen auf die junge Mannschaft. Der frisch gewählte Kommandant Andreas Büttner gratulierte ebenfalls und betonte, wie wichtige die Nachwuchsarbeit für die kommenden Jahre ist.

30 Jahre Städtepartnerschaft Karlstadt – Querfurt

Vom 22.10. bis 24.10.2021 feierten die beiden Städte Karlstadt und Querfurt ihre 30-jährige Partnerschaft. Mit -Corona bedingt- einem Jahr Verspätung machte sich ein ganzer Bus aus Karlstadt auf den Weg nach Querfurt. Angeführt vom 1. Bürgermeister Michael Hombach nahmen Stadträte und Vertreter der örtlichen Vereine an der Reise teil. Die größte Gruppe stellt die Feuerwehr Karlstadt mit acht Personen.

Nach der Anreise und Einchecken im Hotel ging es am Freitagabend zum Kennenlernen in den Saal des Goldenen Sterns. Hier trafen sich alte Bekannte wieder und es wurden neue Verbindungen geknüpft. Nach der Begrüßung durch die beiden Bürgermeister der Partnerstädte wurden Projektgruppen für Samstag vorgestellt. Je nach Interesse konnte man sich hier eine Gruppe aussuchen. Danach klang der Abend beim gemütlichen Beisammensein und Gesprächen aus.

Der Samstag begann mit der feierlichen Enthüllung der Zusatzschilder in der Konrad-Von-Querfurt-Straße. Diese machen kompakt auf das Wirken von Konrad von Querfurt aufmerksam, der als Gründer von Karlstadt seit über 800 Jahre die Verbindung zwischen den beiden Städten herstellt.

Danach ging es in die einzelnen Projektgruppen, für die Karschter Wehr natürlich in die Gruppe „Feuerwehr“.  Auf dem Programm stand der Besuch der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Saalekreises in Blösien. Hier befinden sich Werkstätten, um den Kommunen Dienstleistungen anbieten zu können. Dazu zählt die zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises inkl. Atemschutzübungsanlage, eine zentrale Schlauchwäsche mit Schlauchverbund, Werkstätten für die Geräteprüfung und vieles mehr. Ebenso werden die Ausbildungen auf Ebene des Landkreises zentral in der FTZ abgehalten. Auf dem Rückweg nach Querfurt machte die Truppe am Geiseltalsee halt und bestaunte die gelungene Renaturierung der Tagebaurestlöcher aus den Zeiten des Braunkohleabbaus.

Am Abend stand der Festakt zu 30 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Karlstadt und Querfurt auf dem Programm. Nach den obligatorischen Ansprachen überreichte die Karlstadter Wehr ihren Freunden aus Querfurt zum Andenken ein Mannschaftsfoto, welches vor dem Karschter Rathaus aufgenommen wurde. Bei unzähligen Gesprächen und Anekdoten wurde bis tief in die Nacht zusammen gefeiert.

Nach wenig Schlaf standen am Sonntag früh zum Abschluss noch zwei Punkte auf dem Programm. Zuerst wurde das Hochwasserrückhaltebecken an der Querne besichtigt, welches bei Hochwasser 385.000 m³ Wasser zurückhalten kann. Anschließend ging es in den städtischen Weinberg, wo bei einem kleinen Imbiss der Besuch sein Ende fand. Nach einem schönen Wochenende ging es auf die Heimreise nach Karlstadt, mit der freudigen Erwartung des Gegenbesuchs im kommenden Jahr.

Herbstübung 2021

Zu einer Herbstübung rückten am Samstagvormittag die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Karlstadt aus. Die Großübung fand in diesem Jahr mit großer Beteiligung an zwei Orten statt.

Der erste Übungsort befand sich auf einer Baustelle in einem Industriegelände. Hier wurde das Übungsszenario einer verunfallten Person auf einem 37 Meter hohen Baukran angenommen. Als Rettungsmittel kam das neueste Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Karlstadt, die Drehleiter zum Einsatz. Zunächst mussten die Kameraden mit Hilfe der Absturzsicherung bis zur verunfallten Person aufsteigen und diese versorgen. Anschließend konnte die Person in die Schleifkorbtrage verbracht und mit der Drehleiter gerettet werden. Hierbei wurde der Umgang mit den Anbaugeräten der Drehleiter geübt, sowie eine Einweisung in die Korbsteuerung der Drehleiter vorgenommen.

Übungsort zwei wurde auf dem Feuerwehrhof neben dem Schlauchturm aufgebaut. An dieser Stelle fanden die Kameraden einen Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW vor. Hierbei wurden Grundsätze zum Ausrücken, der Fahrzeugaufstellung am Unfallort, sowie verschiedene Grundtechniken der technischen Hilfeleistung wiederholt. Das Übungsszenario stellte sich wie folgt dar: Ein PKW mit einem Fahrzeuginsassen liegt nach einem schweren Verkehrsunfall hochkant auf der Seite. Vermutlich ist der Fahrzeugführer eingeklemmt.
Das Vorgehen der Kameraden folgt hier dem ABS-Schema (Absperren, Brandschutz, Stabilisieren). Zunächst wird die Einsatzstelle abgesperrt und der Brandschutz mittels Schnellangriff und Pulverlöscher sichergestellt. Danach wird das Unfallfahrzeug mit Hilfe von Keilen, Stab-Fast und Stab-Pack stabilisiert. Anschließend wird die Rettung mittels hydraulischem Werkzeug eingeleitet und die Person über die Heckklappe aus dem Fahrzeug gebracht.
Im zweiten PKW war ebenfalls nur eine Person. Diese wurde mit Hilfe einer großen Seitenöffnung achsgerecht aus dem Fahrzeug gerettet.