Frühjahrsübung der Feuerwehr Karlstadt

Am Sonntag, den 31.03.2019 rückte die Freiwillige Feuerwehr Karlstadt zu ihrer alljährlichen Frühjahrsübung aus. Im neuen Gewerbegebiet „Hirschfeld“ wurde ein Verkehrsunfall mit auslaufendem Betriebsstoffen angenommen. Ein Kleinfahrzeug war unter ein Baustellen-LKW mit mobiler Tankstelle gefahren. Im PKW waren zwei Personen eingeklemmt und aus dem Behälter auf der LKW-Ladefläche lief Diesel aus.

Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Der erste Abschnitt beinhaltete die Befreiung und Rettung der zwei eingeklemmten Personen. Im zweiten Abschnitt wurde der Dieseltank abgedichtet und ein Not-Dekon-Platz eingerichtet.

Information für Atemschutzgeräteräger

 


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Atemschutznotfalltasche + Respihood

In der Atemschutznotfalltasche (LF 20 KatS) befinden sich ab sofort 2x Respihood (Fluchthauben mit Atemluftanschluss). Die Einsatzkraft schließt die Rettungshaube an die Atemluftflasche im Rucksack an und setzt sie der zu rettenden Person auf. Anschließend wird die Nackenkordel leicht angezogen. Bei einem Mitteldruck von 7 bar strömen etwa 50 l/min in die Haube. Sollte die zu rettende Person eine Atemschutzmaske tragen, wird diese direkt mit der Atemluftflasche verbunden.

 

Schwerlastrettungstuch

Bei  einem nicht mehr gehfähigen PA-Träger kann dieser mit dem Schwerlastrettungstuch (LF 20 KatS) transportiert werden. Gerade bei engen Platzverhältnissen ein großer Vorteil. Die Größe des Tuches, ca. 220×130 cm, ermöglicht einen sicheren Transport des PA-Trägers.

 

Feuerwehrübung: Bus aufgerichtet und zerschnitten

Ein voller Erfolg war die „Busübung“ am ehemaligen Korpsdepot in Obersfeld, wo unter Leitung von Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Rumpel (Aschfeld) die Wehren aus dem Inspektionsbereich Karlstadt sich intensiv mit den speziellen Forderungen der technischen Hilfeleistung bei Busunfällen auseinander setzten, die mit einem hydraulischem Rettungssatz ausgestattet sind.


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Schneiden, sägen, ziehen und drücken

„Nur die Wehr aus Retzstadt musste wegen der Weinlese absagen“, erklärte der KBI, wobei am Samstagvormittag die Wehren aus Karlstadt, Schwebenried, Thüngen und Zellingen sowie am Nachmittag die Wehren aus Arnstein, Aschfeld, Retzbach und Wiesenfeld an dem 18 Meter langen Übungsbus ihre Fertigkeiten ausbauen und vertieften konnten. Zuerst durften die über 120 Aktiven der Feuerwehren unter Mithilfe von Zugeinrichtungen vom Rüstwagen und mit Mehrzweckzügen den Gelenkbus auf die Seite legen und ihn dann wieder aufrichten. Anschließend konnten die Feuerwehren im Bus und an der Außenhaut mit ihrem auf den Fahrzeugen befindlichen Gerätschaften schneiden, sägen, Blech aufreißen, ziehen und drücken. „Sehr interessant war die Information über die technischen Besonderheiten solcher Busse“, verdeutlichte der KBI. Dazu hatte das Busunternehmen Schraud (Arnstein) einen nagelneuen Bus für die Schulung kostenlos bereitgestellt, wobei die Schulung durch den Kommandanten der Gänheimer Wehr Stefan Münch durchgeführt wurde. Dank an die Beteiligten Einen besonderen Dank richtete Georg Rumpel an Markus Pfleghardt, auf dessen Gelände der Bus drei Jahre abgestellt werden durfte, an den Kommandanten der Feuerwehr Obersfeld Daniel Lambrecht, der den Bus dann mit zwei Schleppern auf den „Übungsplatz“ schleppte, die Firma Auge (Marktheidenfeld), die den Bus dann nach Ende der Ausbildung zur Firma Preuer (Würzburg) zur Verwertung schleppte und KBI Bertram Werrlein (Marktheidenfeld), der dies organisierte. Zusätzliche Logistik wurde von der Feuerwehr Karlstadt unter der Leitung von Stephan Brust bereit gestellt. „Es war ein hoher Aufwand notwendig, aber er hat sich für alle Teilnehmer rentiert“, fasste KBI Georg Rumpel zusammen. Denn wann bekommen die Feuerwehren sonst die Möglichkeiten, einmal an und mit einen Bus oder Gelenkbus zu üben.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Feuerwehren;art772,9750648
© Main-Post 2017

Bilder: FF Karlstadt