Pick-Up Modul „Vegetatiosbrandbekämpfung“

Nach den zahlreichen Flächenbränden in den letzten Wochen haben wir uns verstärkt Gedanken gemacht. So entstand bereits vor einigen Wochen eine Standardeinsatzregel (SER) Vegetationsbrandbekämpfung und es wurde einheitliches Material beschafft, welches auf allen Löschfahrzeugen der Stadt und den Stadtteilen verlastet ist. Der Abrollbehälter Kran/Mulde wurde mit 2000l Wasser aufgerüstet – hier ist für das nächste Jahr ein Umbau auf IBC-Behälter angedacht. 

In den vergangenen drei Wochen wurde nun ein weiteres Projekt durchgeführt. Die Idee war, unserem Pickup „FL Karlstadt 50/1“ einen einsatztaktischen Mehrwert zu verpassen. Eine Internet-Recherche führte uns zur Seite des Projektes „WKR – Waldbrand Klima Resilienz“ (LINK). Hier ist eine Bauanleitung veröffentlicht, mit deren Hilfe ein Modul gebaut werden kann. 

Wir haben diese Anleitung dankenswerter Weise als Grundlage genutzt und um eigene Ideen ergänzt bzw. abgeändert. Herausgekommen ist ein Wechselmodul auf Euro-Paletten-Maß, welches gefüllt mit dem Gabelstapler oder aber leer per Hand verlastet werden kann. Folgende Merkmale zeichnet unser Modul aus: 

  • 300l Wasser 
  • Motorpumpe (max. 240l/min bei 4 bar) 
  • 30m Schlauchhaspel 
  • 30m D-Schlauch mit div. D-Armaturen 
  • 2x Schlauchtragekörbe mit je 3x15m C-Schlauch 
  • 20l Schaummittel zur Nutzung als Netzmittel 

Es wird noch um entsprechendes Werkzeug zur Bodenbearbeitung ergänzt. 

Mit dem Fahrzeug ist es möglich auch in unwegsamem Gelände eine erste Brandbekämpfung oder aber im Anschluss Nachlöscharbeiten mit Netzmittel durchzuführen. Weiterhin kann mit dem Fahrzeug die Verteilerleitung C verlegt werden oder aber die Löschrucksäcke der Mannschaft vor Ort aufgefüllt werden, ohne dass diese einen langen Fußmarsch benötigen. 

Die SER sowie das neue Pick-Up-Modul werden Thema bei einer der nächsten Übungen sein, so dass die Vorgehensweisen und Handgriffe verinnerlicht werden. 

Erste Stationsausbildung der Atemschutzgeräteträger in 2022

Am 02.05.2022 trafen sich unsere Atemschutzgeräteträger zur ersten Stationsausbildung dieses Jahres. Gemeinsam mit weiteren Kameraden aus Heßlar trainierten Sie in 3 Gruppen auf dem Hof des Feuerwehrgerätehauses.
Zunächst ging es um das richtige Vorgehen in einen Brandraum. Die Teilnehmer erfuhren hier von Felix Arndt, wie man erste Anzeichen für ein mögliches Feuer bereits vor dem Betreten eines Zimmers erkennen und ggfs. erste Rückschlüsse auf die dahinter anzutreffende Lage ziehen kann. Dringt bereits Rauch aus der Tür ? Ist diese nur im oberen Bereich, oder schon weiter unten heiß ?


Aber auch das richtige Öffnen der Türe selbst wurde vermittelt. Um das Feuer durch evtl. nachströmenden Sauerstoff nicht weiter anzufachen und eine Rauchausbreitung in andere Räume weitgehend zu verhindern, darf der Zugang dabei nur kurz aus der Deckung geöffnet werden. Ein gezielter Sprühstrahl in die Rauchschicht hilft dabei, die bereits vorherrschende Temperatur besser einzuschätzen.
In Truppstärke ging es anschließend in den imaginären Zimmerbrand, der durch eine ausgelegte Folie dargestellt wurde. Die Kammeraden lernten, wie es gelingt die heiße Rauchschicht durch eine gezielte Abgabe 3er kurz aufeinanderfolgender Sprühstöße weiter herunter zu kühlen.
Besonderes Augenmerk legte Marco Preisendörfer darauf, wie im Falle einer Durchzündung reagiert werden muss, um sich per Mannschutzbrause bestmöglich vor der plötzlich ansteigenden Hitze zu schützen. Wichtig war ihm aber auch, die Kammeraden dafür zu sensibilisieren, evtl. wieder aufflammende Glut im vermeintlich gelöschten rückwärtigen Bereich immer wieder im Blick zu behalten.
Zum Abschluss durften sich die Teilnehmer unter Anleitung von Joachim Wilhelm mit der Korbsteuerung unserer Drehleiter Vertraut machen. So hatte jeder die Gelegenheit
sich weiter gezielt an die entsprechenden Grenzbereiche des Gerätes heranzutasten.

Staatliche Ehrungen

Am Freitag, den 06.05, fand im Rahmen aller städtischen Feuerwehren für 25 bzw. 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst statt. 

 

Bei dieser Ehrung, ausgesprochen durch den Staatsminister Joachim Herrmann, werden die vielen ehrenamtlichen Jahre Einsatzdienst in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet. Überreicht wird ein silbernes (25 Jahre) bzw. goldenes (40 Jahre) Ehrenkreuz am laufenden Bande. 

Aufgrund der Pandemielage, wurde die Auszeichnung, die üblicherweise der Landrätin obliegt und im gesamten Inspektionsbereich durchgeführt wird, durch den Bürgermeister Michael Hombach, in kleiner Gruppe, zusammen mit allen Karlstadter Stadtteilfeuerwehren durchgeführt.  

Die Ehrung fand im Pfarrsaal zur Hl. Familie statt. Umrahmt wurde die Ehrung durch das Streichensemble der Städtischen Musikschule Karlstadt und einem leckeren Essen vom Partyservice aus Wiesenfeld. Organisiert und bewirtet wurde die Veranstaltung durch den Fachbereich 2 der Stadtverwaltung, auch denen unser großer Dank gilt. 

Alle Ehre, herzlicher Glückwunsch und ein ehrliches „vergelt´s Gott“ gilt unseren Kameraden: 

Peter Heßler (40 Jahre), Joachim Wilhelm (40 Jahre), Rainer Hofmann (40 Jahre),     Klaus Lankes (40 Jahre), Heiko Volkenstein (25 Jahre), Christoph Büttner (25 Jahre), Stefan Rümmer (25 Jahre) – entschuldigt 

Beförderung zum Gruppenführer

Kommandant Andreas Büttner ernannte Marcus Büttner zum Gruppenführer. Damit ist seit Montag das Führungsteam der Feuerwehr Karlstadt wieder komplett.

Marcus Büttner absolvierte erfolgreich die Ausbildung zum Gruppenführer an der Staatl. Feuerwehrschule in Würzburg. Mit der Qualifikation des Gruppenführers ist er befähigt, eine Löschgruppe zusammen mit weiteren acht Kammeradinnen und Kammeraden eigenständig zubefehligen und im Einsatz zu führen

Die Feuerwehr Karlstadt freut sich auf eine gute Zusammenarbeit und wünscht allzeit eine gute Entscheidung!

MTA-Basismodul mit Erfolg abgeschlossen

Am 23.04.2022 haben 14 Kameradinnen und Kameraden im Rahmen einer Zwischenprüfung das MTA-Basismodul erfolgreich beendet.

Nach dem die Ausbildung lange Zeit sehr schleppend lief und durch die Corona-Pandemie praktisch Stillstand in Sachen Aus- und Fortbildung herrschte, konnten nun noch offene Module nachgeholt werden. Dadurch stand einer Abnahme nichts mehr im Wege. Diese erfolgte durch die beiden Stellv. Kommandanten der Feuerwehr Karlstadt, Christoph Marterstock und Florian Langen, sowie Gruppenführer Wolfgang Schuller.

Im Rahmen der Prüfung mussten die Teilnehmer verschiedene Aufgaben bewältigen. Zunächst galt es 50 Fragen aus einem Fragenpool in Form eines schriftlichen Leistungsnachweises korrekt zu beantworten. Im praktischen Teil wurden die Handhabung des Handsprechfunkgeräts, Erste-Hilfe Maßnahmen, die Erstellung einer Verkehrsabsicherung, sowie der Aufbau einer Wasserversorgung zum Löschfahrzeug abgeprüft. Allessamt Grundtätigkeiten im Rahmen des Feuerwehrdienstes.

Alle Teilnehmer/-innen zeigten bei den einzelnen Stationen, dass sie ein breites, fundiertes Fachwissen haben und dieses auch in der Praxis anwenden können.

Für die beiden Angehörigen der Jugendfeuerwehr geht es nun darum, im Rahmen des Ausbildungs- und Übungsdienstes entsprechend Erfahrung zu sammeln. Für die anderen 12 Teilnehmer, die teils seit mehreren Jahren im aktiven Dienst sind, steht im Herbst die langersehnte Abschlussprüfung an.

Vielen Dank an die Ausbilder für die Vorbereitung und hervorragende Ausbildung – sei es aus der Kreisbrandinspektion, anderen Feuerwehren oder auch in den eigenen Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Karlstadt – hier ein besonderes Danke an  Matthias Büttner.

Teilgenommen haben:

Jugendfeuerwehr

Paula Hofmann

Marcel Brust

Aktive

Klarissa Nuß

Dominik Nuß

Benedikt Fuchs

Sebastian Höhn

Lukas Hofmann

Julian Gottfried

Saskia Trimbach

Jenny Langen

Christina Vogt

Lars Schmitt

Georg Hofmann

Emanuel Schirm

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