B3 – Person in Gefahr

Am 01.05.2026 am frühen Abend wurden die Feuerwehren Karlstadt, Karlburg und Mühlbach zu einem gemeldeten B3 – Person in Gefahr alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass sich der Brand im Außenbereich eines Wohngebäudes ausgebreitet hatte und drohte, auf den Dachstuhl überzugreifen. Glücklicherweise befand sich das Feuer nicht innerhalb von den angrenzenden Wohnungen, sodass keine Personen oder Wohneinheiten direkt betroffen waren. Aufgrund der dynamischen Brandausbreitung war dennoch ein schnelles Eingreifen erforderlich.

Ein Trupp ging unter Atemschutz in eine Garage vor, in die das Feuer bereits hineingelaufen war. Dort wurden noch brennende Teile eines Regals sowie eines Fensterrahmens abgelöscht. Parallel dazu kontrollierte ein weiterer Trupp das Wohnhaus, um sicherzustellen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden.

Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern, wurde der Monitor an der Drehleiter in Stellung gebracht. Zusätzlich ging ein weiterer Trupp auf der Terrasse vor, um dort Brandgut zu entfernen. Zeitgleich wurden auf der Gebäuderückseite eine brennende Plexiglasüberdachung, ein Baum sowie brennendes Gras abgelöscht.

Gegen Ende des Einsatzes wurde der Versorgungs LKW mit dem Rollcontainer Hygiene nachgefordert. Dieser kann im Stadtgebiet bei Atemschutzeinsätzen eingesetzt werden, um eine Dekontamination und Reinigung der Einsatzkräfte zu ermöglichen. Damit stellt er eine wichtige Komponente der Schwarz-Weiß-Trennung bei Feuerwehreinsätzen dar.

Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Feuers auf den Dachstuhl verhindert werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

  1. 📷 Bernd Scheiner

Feuerwehr Karlstadt trainiert für die Waldbrandsaison

Am Samstag, den 25. April 2026, führte die Feuerwehr Karlstadt ihre zweite Quartalsübung durch. Im Hinblick auf die bevorstehende Sommer- und Trockenzeit mit erhöhter Waldbrandgefahr stand der gesamte Ausbildungstag unter dem Schwerpunkt „Wald- und Vegetationsbrand“. 

Am Vormittag absolvierten die Einsatzkräfte eine umfangreiche Ausbildung in drei Stationen. Thematisch wurden der Standardeinsatz bei einem Zimmerbrand im ersten Obergeschoss, verschiedene Rettungsmethoden mit der Drehleiter sowie der Standardeinsatz bei Wald- und Vegetationsbränden behandelt. Dabei konnten sowohl theoretische Grundlagen vertieft als auch praktische Fertigkeiten intensiv trainiert werden. 

Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte am Nachmittag eine realitätsnahe Einsatzübung. Angenommen wurde ein Brand eines Bauwagens zwischen Karlstadt und Schönarts, der auf umliegende Felder und Hecken übergriff. Unter realistischen Bedingungen übten die Einsatzkräfte das Vorgehen mit spezieller Wald- und Vegetationsbrandausrüstung sowie den Wassertransport in unwegsamem Gelände. Zusätzlich wurde erprobt, wie die Hochleistungswärmebildkamera der Drehleiter effektiv in das Einsatzgeschehen eingebunden werden kann, um Glutnester schneller zu lokalisieren und die Brandbekämpfung gezielt zu unterstützen. 

Der Ausbildungstag, der von 08:00 bis 16:00 Uhr dauerte, wurde von allen Beteiligten als voller Erfolg gewertet und stellt eine wichtige Vorbereitung auf mögliche Einsatzlagen in den kommenden Monaten dar. 

Parallel dazu war eine kleinere Einheit der Feuerwehr mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 bei einer Kontingentübung des Landkreis Main-Spessart im Raum Lohr am Main eingebunden. 

B4 – Brand Scheune Unterleinach

Am Samstag, den 11. April, wurde die Feuerwehr Karlstadt um 03:00 Uhr zu einem B4 – Brand einer Lagerhalle nach Unterleinach alarmiert.

Vor Ort wurden wir mit zwei Fahrzeugen der Abschnittsleitung Süd unterstellt. Die Drehleiter wurde zur Brandbekämpfung im Bereich der Dachfläche in Stellung gebracht. Zusätzlich erfolgte eine Kontrolle mittels Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester zu lokalisieren.

Die Wasserversorgung für die Drehleiter wurde durch unser Löschfahrzeug sichergestellt. Dieses wurde wiederum von dem Tanklöschfahrzeug aus Greußenheim gespeist, welches über eine lange Schlauchleitung von einem weiter entfernten Hydranten versorgt wurde.

Aufgrund der installierten Photovoltaikanlage sowie der intakten Blechbedachung gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig.

Neue Ausrüstung für die Feuerwehr Karlstadt: Schwimmsauger übergeben 

Die Freiwillige Feuerwehr Karlstadt durfte sich über eine wertvolle Ergänzung ihrer Ausrüstung freuen: Ein moderner Schwimmsauger wurde durch die Versicherungskammer Bayern, vertreten durch die Agentur Westphal in Bad Brückenau, offiziell übergeben. 

Die Übergabe erfolgte durch den Mitarbeiter Michael Engelhaupt, der das Gerät persönlich an die Einsatzkräfte der Feuerwehr Karlstadt überreichte. Der Schwimmsauger kommt insbesondere bei Hochwasserlagen und beim Abpumpen größerer Wassermengen aus offenen Gewässern oder überschwemmten Bereichen zum Einsatz. Durch seine Bauweise ermöglicht er eine effiziente Wasserentnahme, ohne dabei Sedimente oder Schmutz vom Gewässergrund anzusaugen – ein entscheidender Vorteil im Einsatzfall. 

Die Versicherungskammer Bayern engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Bereich der Schadenverhütung und unterstützt gezielt Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Ziel dieses Engagements ist es, Risiken zu minimieren und Einsatzkräfte bestmöglich auszustatten, um Schäden durch Naturereignisse wie Starkregen oder Hochwasser frühzeitig und effektiv bekämpfen zu können. Mit der Bereitstellung von Spezialgeräten wie dem Schwimmsauger trägt die Versicherung dazu bei, präventiv tätig zu werden und im Ernstfall schnelle Hilfe zu ermöglichen. 

Die Freiwillige Feuerwehr Karlstadt bedankte sich herzlich für die großzügige Unterstützung. „Gerade im Hinblick auf die zunehmenden Starkregenereignisse ist eine solche Ausrüstung von großer Bedeutung für unsere tägliche Arbeit“, betonte ein Vertreter der Feuerwehr. 

Mit der Übergabe des Schwimmsaugers wird die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Karlstadt weiter gestärkt – ein Gewinn für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Region. 

Großzügige Spende statt Geburtstagsgeschenke

Eine besondere Geste der Unterstützung durfte kürzlich der Verein der Karlstadter Feuerwehr erleben. Anlässlich ihres runden Geburtstags verzichtete Monika Haug auf persönliche Geschenke.

Bereits in der Einladung zu ihrer Geburtstagsfeier machte sie deutlich, dass sie sich stattdessen eine Spende zugunsten einer sozialen Einrichtung oder Organisation wünsche. Später entschied sie sich dann für den Feuerwehrverein und teilte dies ihren Gästen bei der Begrüßung auf der Feier mit.

Ihr Ehemann Uli, der die Wehr bereits seit einigen Jahren als förderndes Mitglied unterstützt, berichtete unterdessen beim monatlichen Stammtisch im Gerätehaus von den Absichten seiner Frau.

Schnell war die Idee zum Umbau eines ausgedienten Feuerlöschers geboren. Mit einem Schlitz für den Geldeinwurf versehen diente dieser schließlich als Sammelbox.

Die Gäste griffen diese Idee offenbar sehr gerne auf und beteiligten sich großzügig an der Aktion. So kam am Ende die stolze Summe von 1.215 Euro zusammen.

Der Verein der Karlstadter Wehr zeigte sich über diese Unterstützung sehr erfreut und dankte Monika Haug herzlich für ihr Engagement. Die Spende kommt der Arbeit des Vereins zugute und unterstützt damit indirekt auch die wichtige Tätigkeit der Feuerwehr.