Feuerwehrgerätehaus

Geschichte des heutigen Feuerwehrgerätehauses

1913:

Im Februar 1913 beginnt die Stadt Karlstadt mit dem Zweckbau des neuen Feuerwehrhauses auf dem ehemaligen Stadtgraben neben dem Thersienheim. Bis dahin waren die Feuerwehrgerätschaften im Erdgeschoss des Rathauses unter gebracht. Durch das Fehlen eines Schlauchtrockenturmes mussten die Schläuche zum Trocknen von den Fenstern des Rathausdachbodens herabgehängt werden.

 

1967:

Mit der immer größer werdenden Ausrüstung, beginnt langsam die Unterstellung der Ausrüstung im alten Feuerwehrhaus kritisch zu werden. Über die Standortfrage gab es lange Zeit heftige Diskussionen, denn viele Verantwortliche plädierten für einen Neubau in den Ringanlagen in der Nähe des Amtsgerichtes. Schließlich einigte man sich auf eine Errichtung außerhalb der Stadt und am 10. Juni 1967 wurde das neue Gerätehaus an der Würzburger Straße an die Männer der freiwilligen Feuerwehr übergeben.

 

1982:

Feuerwehrhaus 1983

15 Jahre erfüllte dieses Gerätehaus seinen Dienst, bevor die fortschreitende Modernisierung und Technisierung der Feuerwehr zusätzliche Räume verlangten. So konnte 1982 nach achtzehnmonatiger Bauzeit der Anbau des Feuerwehrgerätehauses mit Atemschutzwerkstatt seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 

2008:

Aufgrund der fortschreitenden Technisierung der Feuerwehr und immer neuer Aufgabengebiete musste nach 25 Jahren das Feuerwehrhaus erneut erweitert werden. Am 20. April 2008 konnte mit der Übergabe der neuen Gebäude und Einrichtungen ein weiterer Bauabschnitt abgeschlossen werden.

Zentraler Blickfang ist der 23 Meter hohe „Multifunktions-Turm“. Er dient nicht nur zum Trocknen von Schläuchen aus der Schlauchpflege- und Prüfanlage, sondern wird vielmehr auch als Übungs- und Ausbildungsturm verwendet. Die Konstruktion mit außen liegendem Treppenhaus und vorgesetzter Übungswand zum Beispiel ist für alle gängigen Leitergrößen ausgelegt. Die Schlauchpflege-Einrichtung wird künftig von den Wehren aller Stadtteile genutzt, die nach einem Einsatz verschmutzte Schläuche bringen und gereinigte sowie geprüfte sofort wieder mitnehmen können.

Durch den Bau von vier weiteren Stellplätzen ist nun genügend Platz für alle Einsatzfahrzeuge. Es müssen nicht länger Fahrzeuge hintereinander aufgestellt werden und es können auch die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Seit der Einrichtung der Atemschutzwerkstadt in Karlstadt als Zentralreinrichtung für den gesamten Landkreis vor 25 Jahren hat sich die Zahl der Atemschutzgeräte verdreifacht und es sind weitere Prüfungs- und Wartungsarbeiten notwendig geworden. Mit dem Neubau der Atemschutzwerkstatt kann nun auf einer Fläche von 85 Quadratmetern optimal gearbeitet werden.

Neu sind im Haus auch Umkleiden und die Kleiderkammer. Die Schutzausrüstung muss nun nicht mehr in der Fahrzeughalle untergebracht werden; die Feuerwehrleute können jetzt saubere und trockene Ausrüstung erwarten. Für die weiblichen Feuerwehrleute gibt es jetzt eigene Umkleide und Dusche.

Im Obergeschoss des Neubaus ist eine Kleiderkammer für Schutzkleidung und Verbrauchsmaterial für das gesamte Stadtgebiet entstanden. Durch die Investition von Waschmaschine und Trockner kann nun die Einsatzkleidung fachgerecht gereinigt und imprägniert werden.

Zusätzlich zu den Erweiterungsbauten wurden auch viele Schäden und Mängel am Baubestand beseitigt.

Auch die „Florianstube“ ist jetzt groß genug, dass alle Kameraden nach einer Übung oder Ausbildung dort Platz haben.

Für die Jugend entstand im Obergeschoss ein eigener Raum.