Feuerwehrübung: Bus aufgerichtet und zerschnitten

Ein voller Erfolg war die „Busübung“ am ehemaligen Korpsdepot in Obersfeld, wo unter Leitung von Kreisbrandinspektor (KBI) Georg Rumpel (Aschfeld) die Wehren aus dem Inspektionsbereich Karlstadt sich intensiv mit den speziellen Forderungen der technischen Hilfeleistung bei Busunfällen auseinander setzten, die mit einem hydraulischem Rettungssatz ausgestattet sind.

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Schneiden, sägen, ziehen und drücken

„Nur die Wehr aus Retzstadt musste wegen der Weinlese absagen“, erklärte der KBI, wobei am Samstagvormittag die Wehren aus Karlstadt, Schwebenried, Thüngen und Zellingen sowie am Nachmittag die Wehren aus Arnstein, Aschfeld, Retzbach und Wiesenfeld an dem 18 Meter langen Übungsbus ihre Fertigkeiten ausbauen und vertieften konnten. Zuerst durften die über 120 Aktiven der Feuerwehren unter Mithilfe von Zugeinrichtungen vom Rüstwagen und mit Mehrzweckzügen den Gelenkbus auf die Seite legen und ihn dann wieder aufrichten. Anschließend konnten die Feuerwehren im Bus und an der Außenhaut mit ihrem auf den Fahrzeugen befindlichen Gerätschaften schneiden, sägen, Blech aufreißen, ziehen und drücken. „Sehr interessant war die Information über die technischen Besonderheiten solcher Busse“, verdeutlichte der KBI. Dazu hatte das Busunternehmen Schraud (Arnstein) einen nagelneuen Bus für die Schulung kostenlos bereitgestellt, wobei die Schulung durch den Kommandanten der Gänheimer Wehr Stefan Münch durchgeführt wurde. Dank an die Beteiligten Einen besonderen Dank richtete Georg Rumpel an Markus Pfleghardt, auf dessen Gelände der Bus drei Jahre abgestellt werden durfte, an den Kommandanten der Feuerwehr Obersfeld Daniel Lambrecht, der den Bus dann mit zwei Schleppern auf den „Übungsplatz“ schleppte, die Firma Auge (Marktheidenfeld), die den Bus dann nach Ende der Ausbildung zur Firma Preuer (Würzburg) zur Verwertung schleppte und KBI Bertram Werrlein (Marktheidenfeld), der dies organisierte. Zusätzliche Logistik wurde von der Feuerwehr Karlstadt unter der Leitung von Stephan Brust bereit gestellt. „Es war ein hoher Aufwand notwendig, aber er hat sich für alle Teilnehmer rentiert“, fasste KBI Georg Rumpel zusammen. Denn wann bekommen die Feuerwehren sonst die Möglichkeiten, einmal an und mit einen Bus oder Gelenkbus zu üben.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Feuerwehren;art772,9750648
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Bilder: FF Karlstadt