Eine Fahrzeug-Ära geht zu Ende

Unsere alte Magirus Drehleiter DLK23/12cc ist nun außer Dienst gestellt und somit geht eine Fahrzeug-Ära bei der „Karschter“ Wehr zu Ende.

In fast 30 Jahren wurden etliche Einsätze erfolgreich abgearbeitet, sowie tausende Übungsstunden an dem Fahrzeug geleistet. Zahlreiche Personen und Tiere konnten gerettet, sowie viele Sachwerte geschützt werden.

Klingeln Nebenantrieb

Mit außer Dienst Stellung des Fahrzeugs geht auch eine Ära der luftgekühlten Motoren von Magirus-Deutz und dem dazugehörigem charakteristischem Motorenklang in der Feuerwehr Karlstadt zu Ende.

Für unsere neue DLAK 23/12 AS wünschen wir uns allzeit gute Fahrt, wenig Einsätze und ein sicheres Händchen im Umgang mit diesem tollen Fahrzeug.

Tödlicher Verkehrsunfall

Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Karlstadt zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Personen gerufen. Der Unfall ereignete sich auf der Bundesstraße 26 zwischen Stetten und Karlstadt.

Die Unfallstelle befand sich mehrere Meter über Fahrbahnniveau in einem steilen Hang neben der Bundesstraße. Der Seat touchierte mit der Beifahrerseite einen Baum neben der Fahrbahn. Der Fahrer des PKW’s konnte sich vor dem Eintreffen der Kräfte selbst befreien. Vier weiteren Personen befanden sich noch im Fahrzeug.

Die Lage des verunfallten PKW’s wurde zunächst mit Hilfe von Greifzug und Spanngurten im Hang gesichert. Der Zugang zum Unfallfahrzeug wurde mit Hilfe von Steckleitern ermöglicht. In Absprache mit dem Rettungsdienst wurde die Rettung der 16 bis 19 Jahre alten Insassen mit Hilfe des Spineboards eingeleitet. Der 19-Jährigen Beifahrer konnte jedoch nur noch Tod geborgen werden.

Neben den Kräften der Feuerwehr Karlstadt, Aschfeld, Thüngen und Stetten wurden die Kreisbrandinspektion, Polizei Karlstadt sowie der Rettungsdienst und Rettungshubschrauber alarmiert.

Einsatzzahlen
Datum
Alarmzeit
Alarmstichwort
Einsatzort
27.08.2021
23:03
Technische Hilfeleistung
B26 Stetten Richtung Karlstadt

Neue Drehleiter für Karlstadter Feuerwehr

Karlstadts neuestes Feuerwehrfahrzeug wurde ausgeliefert und ersetzt damit die Drehleiter aus dem Jahr 1992. An diesem Samstag hatten die Kameraden die Möglichkeit das von Magirus in Ulm aufgebaute Fahrzeug, eine DLA(K) 23/12, erstmalig in Augenschein zu nehmen.

Im Frühjahr 2019 startete der Beschaffungsprozess mit der Erarbeitung eines Leistungsverzeichnisses. Bald darauf begann die Ausschreibung und im Oktober 2019 wurde die Entscheidung über die Beschaffung im Stadtrat getroffen.

Das Iveco Fahrgestell mit 235 kW Leistung und der Magirus Fahrzeugaufbau lassen eine maximale Rettungshöhe von 30 m, sowie eine Nennrettungshöhe von 23 m bei einem Abstand zum Objekt (Nennausladung) von 12 m zu.

Besonderheit dieses Fahrzeuges ist das offensichtliche Gelenkteil im Leiterpark. Dies dient einer besseren und flexibleren Anleiterbarkeit von Objekten. Ein weiteres Merkmal der Drehleiter ist die Hinterachszusatzlenkung. Diese zusätzliche Lenkung verbessert die Wendigkeit und verschafft dem Fahrzeug zusätzliche Vorteile in den engen Gassen der historischen Altstadt und den Altorten in den Stadtteilen. Die Beladung der Magirus Leiter ist ebenfalls auf dem aktuellen Stand. Ein Kamerasystem im Drehleiterkorb ermöglicht den sicheren Betrieb der Drehleiter sowie die Erkundung von Einsatzstellen mit Video- und Wärmebild. Daneben ist der Korb mit einer Schwerlastaufnahme (bis 270 kg) für die Personenrettung, einem aufsteckbaren Wasserwerfer und einer „Safety Peak“ zur Sicherung von Personen bei Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich ausgestattet.

Die Drehleiter wird nach einer intensiven Ausbildung von Maschinisten und Mannschaft zum 11.09.2021 in den Dienst der Feuerwehr Karlstadt gestellt.

Karlstadter nimmt an „Feuerwehr EM“ teil

Unter dem Motto „Ein Team – Ein Ziel – Ein Erfolg“ nahm das Team „TFA Team Mitte“ an einer der bekanntesten Feuerwehr-Fitness „Europameisterschaft“, der FireFit Championships Europe, teil. Darunter der Karlstadter Alexander Greis und seine Mitstreiter Jana Blümmert, Marco Juffa und Sven Späth.

Bei der in Hannover stattgefundenen Europameisterschaft nahmen etwa 400 Feuerwehrleute aus Deutschland und mehreren anderen Ländern teil. In voller Montur und mit schwerem Werkzeug mussten die Feuerwehrleute simulierte Extremsituation in möglichst kurzer Zeit meistern. Hierfür sind neben Geschwindigkeit vor allem auch Fachwissen und Ausdauer gefragt. Bei über 30 Grad und voller Sonne schwitzten die Feuerwehleute und kämpften um die Ehrung als „härtester Feuerwehmann der Welt“.

Die vier Kameraden aus Unterfranken und Thüringen nahmen in der Wertungsklasse Staffel an der „offenen EM“ teil. Das Team erreichte im Finale der Mixed Staffel den 5. Platz.

Die FireFit Championships sind ein Wettbewerb unter Feuerwehrleuten, basierend auf Brandbekämpfungsaufgaben in Notfallsituationen. Der Wettkampf wurde erstmals 1994 in Kanada ausgerichtet.